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Ruhr Tourismus GmbH folgen

Digitaler, moderner, vernetzter - RTG und RVR ziehen positive Bilanz des EFRE-Förderzeitraums

Pressemitteilung   •   Dez 03, 2019 16:33 CET

Ausflugsziel für alle: Halde Rheinpreußen Foto: RTG/ Sejk

Industriekultur im Ruhrgebiet ist ein Alleinstellungsmerkmal mit enormer innerer Akzeptanz und ein unangefochtener Exportschlager. 25 Jahre Landschaftspark Duisburg-Nord, 25 Jahre Gasometer Oberhausen, 40 Jahre LWL-Industriemuseum – all diese Jubiläen wurden in diesem Jahr mit großem medialem Echo gefeiert. „Wir erleben, dass das Ruhrgebiet, immer noch eine Vorreiterrolle hat“, erläuterte Christiane Baum, Geschäftsführerin der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH) in diesem Zusammenhang: „Alle anderen europäischen Routen sind mindestens einmal zur Information hier im Ruhrgebiet zu Besuch gewesen“.

Drei Jahre lang, von November 2016 bis November 2019, wurde im Rahmen des von der RTG akquirierten EFRE-Förderprojekts (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) evaluiert und nach Wegen gesucht, dieses Exportprodukt zukunftsfähig zu machen.

Das Ergebnis: „Wir dürfen uns auf unserer Position nicht ausruhen“, so Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH. „Wir wollen eine neue Botschaft aussenden. Industriekultur wird zukünftig moderner, vernetzter und emotionaler erzählt werden müssen, wenn wir auf dem Markt der zunehmenden Mitbewerber, national wie international, unseren Sonderstatus behalten wollen“.

dwif-Studien belegen Interesse an Industriekultur

Eine erste Studie des dwif (Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr e.V. an der Universität München), die im Rahmen des Förderprojekts umgesetzt wurde, konnte 2018 die touristische Bedeutung der Industriekultur für das Ruhrgebiet belegen.

7,25 Millionen Menschen besuchten 2017 die Ankerpunkte der Route der Industriekultur und erzeugten einen Bruttoumsatz von gut 285 Millionen Euro. Der Tourismus zur Route löst Beschäftigungseffekte von mindestens 6150 Arbeitsplätzen aus. Im Rahmen des Trägerschaftsvertrages investieren Land NRW und RVR jährlich 9,5 Millionen Euro in die Sicherung und Instandsetzung der Großstandorte der Route der Industriekultur. Diesem Aufwand standen im Untersuchungszeitraum doppelt so hohe Einnahmen aus dem Tourismus gegenüber: Aus dem generierten Bruttoumsatz fließen Einnahmen in Höhe von 26,9 Millionen Euro in die Steuertöpfe des Bundes, des Landes und der Kommunen zurück.

Infolge der dwif-Empfehlungen wurde im Rahmen des weiteren Projektverlaufs durch gezielte Marketingkampagnen unter anderem versucht, neue touristische Quellmärkte zu erschließen.

Stark ausgebaut wurde die Erreichbarkeit industriekultureller Angebote im Social-Media- und Online-Bereich.

Mit der App „Perspektivwechsel“ baute der Regionalverband Ruhr parallel im Förderzeitraum eine digitale Plattform auf. Sie soll als Basis dafür dienen, die Inhalte der Route künftig auch multimedial verfügbar zu machen und neue Nutzergruppen zu erschließen. „Das industriekulturelle Erbe ist heute Grundlage für ein neues Selbstbewusstsein des Ruhrgebiets. Wir wollen dazu beitragen, dies auch in digitaler Form verfügbar zu machen“, erklärte Ulrich Heckmann, Leiter des Referates Industriekultur beim Regionalverband Ruhr (RVR) und Mitinitiator der Route Industriekultur. 

Arbeit an Anschlussfinanzierung 

Ein weiterer Fokus lag auf einer stärkeren Vernetzung der aktuell 25 Standorte der Route der Industriekultur untereinander. In Workshops wurden Wissens- und Erfahrungsstände der höchst unterschiedlich aufgestellten Orte ausgetauscht. Zur Route der Industriekultur gehören neben den Größen wie Landschaftspark Duisburg-Nord, Gasometer Oberhausen und Weltkulturerbe Zollverein auch kleinere Standorte wie Zeche Nachtigal in Witten oder der Hohenhof in Hagen.

Dass sich die Anstrengungen im relativ kurzen Förderzeitraum gelohnt haben, belegt die Abschlussstudie des dwif, die jetzt vorgelegt wurde: Sie bescheinigt ein belegbar zugenommenes Interesse der Öffentlichkeit am Thema Industriekultur und zeigt einmal mehr „dass die Industriekultur im Ruhrgebiet nachweislich an Bedeutung als Freizeit- und Reiseziel gewinnt.“

Damit die positiven Effekte der Förderung erhalten und ausgebaut werden können, wird derzeit an einer gemeinsamen Anschlussfinanzierung mit allen Partnern gearbeitet, erklärte RTG-Geschäftsführer Axel Biermann.

Ruhr Tourismus GmbH (RTG):

Der Auftrag der RTG ist es, ein eigenständiges touristisches Regionalprofil zu entwickeln sowie die Bündelung von Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb zur Profilierung der Metropole Ruhr als neues und modernes Reiseziel voranzutreiben. Als Informations- und Koordinierungsstelle für die Metropole Ruhr ist die RTG zentraler Ansprechpartner – auch bei der Vernetzung der touristischen Partner in der Region. Neben ihrer Tätigkeit im Tourismusmarketing ist die Gesellschaft auch als Reiseveranstalter tätig.

Die Federführung folgender Projekte und Veranstaltungen liegt bei der RTG:

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