Pressemitteilung —
Das Ruhrgebiet feiert seine ExtraSchicht 2026
Am 27. Juni 2026 verwandelte sich das Ruhrgebiet in eine leuchtende Bühne der Transformation. 40 Spielorte in 18 Städten öffneten zur 24. Ausgabe der ExtraSchicht ihre Hallen, Parks und Stadtviertel. Zwischen 18 Uhr und 2 Uhr freuten sich die Spielorte über 100.000 Menschen, die entdeckten, wofür die Region steht – für Wandel, Kreativität und Gemeinschaft. Aufgrund der großen Hitze und der damit verbundenen Widrigkeiten war der Besucherstrom deutlich geringer als in den vergangenen Jahren. Dies tat der Atmosphäre der Nacht aber keinen Abbruch.
In dieser warmen Sommernacht zeigte sich einmal mehr, was die ExtraSchicht im Kern ausmacht: Begegnung. Menschen, die sich sonst nie getroffen hätten, teilten Wege, Eindrücke und Zwischenstopps – im Shuttlebus, auf dem Rad oder unter einem leuchtenden Förderturm. Zwischen Industriemauern und Bühnenlicht entstand jener besondere Moment von Nähe, der das Ruhrgebiet immer wieder zusammenhält.
„Diese Nacht steht für das, was nur das Ruhrgebiet so gut kann: Vergangenheit und Zukunft verbinden“, sagt Axel Biermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr Tourismus GmbH. „Hier findet Wandel nicht nur statt – hier wird er gelebt.“
Ab den Abendstunden füllten sich die historischen Orte mit Musik, mit Stimmen, mit Spannung. In Oberhausen öffnete das Theater nicht nur die Bühne, sondern auch sein Inneres. Werkstätten, Requisitenlager und Probenräume wurden Teil des Geschehens, während draußen Videoprojektionen das Haus in wechselndes Licht hüllten und Tanzperformances das Publikum mitrissen.
Am neuen ExtraSchicht-Spielort an der Uni Duisburg-Essen, Campus Duisburg, wurde Wissenschaft nicht erklärt, sondern erlebbar gemacht. Unter dem Thema „Wissen schafft Zukunft“ ging es in Labore, an Experimente und nah ran an Forschung, die sonst eher hinter Türen stattfindet. Vor Ort wurde sichtbar, wie aus Wasserstoff Strom entsteht, was Forschung im Labor konkret bedeutet und wie Wissenschaft wirkt, wenn man sie selbst ausprobieren kann. Neben den Einblicken in Forschung und Experimente bot der Abend Raum für Begegnung, Austausch und neue Perspektiven. Musikalisch begleitet wurde das Programm von der UDE-BigBandits Band.
Auch an dem neuen Spielort „RUTTKOWSKI;68“, gab es einiges zu erleben. Besonders aufgefallen ist die Ausstellung von Gregor Hildebrandt, der mit Kassettenbändern und Schallplatten arbeitet und daraus seine Kunst entwickelt. Für die passende musikalische Begleitung sorgte das Schlegel DJ Team, das den Abend atmosphärisch begleitet hat. Zwischen sommerlichem Festivalgefühl und Lichtinstallationen entstand ein besonderer Abend mit vielen Eindrücken.
Auf Zollverein stand das UNESCO‑Welterbe ganz im Zeichen seines 25‑jährigen Jubiläums. Unter dem Titel „GLOW! – denk mal Zukunft“ verwandelte sich das Gelände in eine weiträumige Landschaft aus Licht, Klang und Bewegung. Neuer Zirkus, Mapping und Musik verbanden sich zu einer Inszenierung, die zeigte, wie eng Vergangenheit und Zukunft verflochten sind. Der Doppelbock selbst wurde dabei zur leuchtenden Skulptur.
In Moers rückte Rheinpreußen Schacht IV das Thema Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Chöre, Comedy und Musik erinnerten an die großen Zeiten des Bergbaus, während Lichtprojektionen und ein abschließendes Feuerwerk das markante Fördergerüst zum Strahlen brachten – ein Abend voller Stolz und Zugehörigkeit.
Einen Schritt zurück in die Zwanziger des letzten Jahrhunderts unternahm die Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck. Zwischen Jugendstilornamenten und Stahlträgern füllten Swing, Livemusik und DJ‑Sets die Halle mit Rhythmus. Der Verein LindyPott e. V. sorgte mit Tanz und offenen Workshops für Bewegung, historische Kostüme und Führungen machten aus dem Industriedenkmal einen Ort lebendiger Erinnerung an eine Zeit des Aufbruchs.
Wie Wandel aussehen kann, zeigte das Quartier Bochumer Straße in Gelsenkirchen. Zwischen Gründerzeitfassaden, Street‑Art und kleinen Bühnen entstand ein Quartier im Umbruch. In der Heilig‑Kreuz‑Kirche ließ ein Videomapping Architektur, Klang und Farben miteinander verschmelzen; draußen mischten Musik, offene Ateliers und Gastronomie das Viertel auf – ein Stadtteil, der zeigt, wie Gegenwart entsteht.
Im LWL-Museum Zeche Hannover in Bochum traf Vergangenheit auf Fantasie. Zwischen Dampfmaschinen und Werkstatthallen gedieh ein Steampunk‑Universum aus Kostümen, Comedy und Musik. Flammen, Lichtkunst und Geschichten machten den Ort zu einer Bühne voll skurriler Schönheit.
Im BernePark Bottrop öffnete sich die Tür zu einer anderen Welt. Inspiriert von Jules Verne entfaltete sich zwischen Becken und Backstein eine poetische Szenerie aus Licht, Walk‑Acts und Musik. Der Abend verwandelte das ehemalige Klärwerk in einen Raum zwischen Realität und Vision.
Den vielleicht lautesten Herzschlag der Nacht setzte der Landschaftspark Duisburg‑Nord. Unter den Hochöfen inszenierte Flic Flac spektakuläre Stunts, während in der Kraftzentrale Klangkunst und Videoprojektionen für hypnotische Momente sorgten und die mitreißende polnische Band Somethingski Trio auf der Bühne am Kirschhain für das große Finale sorgte.
Fotowettbewerb verlängert die Nacht
Kaum sind die Lichter der ExtraSchicht erloschen, beginnt ihr zweites Kapitel:
Am 29. Juni 2026 startet der jährliche Fotowettbewerb, der die Eindrücke der Nacht noch einmal in Bildern sammelt. Gesucht werden Perspektiven, die die besondere Atmosphäre dieser Stunden einfangen. Einsendungen sind vom 29. Juni bis 5. Juli 2026 möglich. Informationen und Upload‑Möglichkeit finden sich unter www.extraschicht.de/info/fotowettbewerb
SAVE THE DATE: Die 25. ExtraSchicht findet am 26. Juni 2027 statt.
Die Ruhr Tourismus GmbH ist Projektträger der ExtraSchicht und verantwortlich für das Projektmanagement. Die Projektpartner sind der Regionalverband Ruhr und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Gefördert wird die ExtraSchicht 2026 vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der RAG-Stiftung sowie der RAG Montan Immobilien GmbH.
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Ruhr Tourismus GmbH (RTG):
Der Auftrag der RTG ist es, ein eigenständiges touristisches Regionalprofil zu entwickeln sowie die Bündelung von Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb zur Profilierung der Metropole Ruhr als neues und modernes Reiseziel voranzutreiben. Als Informations- und Koordinierungsstelle für die Metropole Ruhr ist die RTG zentraler Ansprechpartner – auch bei der Vernetzung der touristischen Partner in der Region.
Die Federführung folgender Projekte und Veranstaltungen liegt bei der RTG: